Wassily Gerassimez, Violoncello

Die Brüder Wassily und Nicolai Gerassimez, Söhne einer deutschen Musikerfamilie, wurden in Essen geboren und erhielten ihren ersten Instrumentalunterricht im Alter von 5 Jahren. Sie musizieren schon seit ihrer frühen Kindheit zusammen.

Als Duo wie auch solistisch gewannen sie zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe und konzertieren in ganz Europa. Zusammen erhielten sie u. a. mehrfach den 1. Preis mit Höchstpunktzahl und Sonderpreise beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert, 2006 den Aalto-Bühnenpreis in ihrer Heimatstadt Essen und 2010 einen Publikumspreis beim Schleswig-Holstein Musik Festival.

2012 wurde das Duo mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie Duo Violoncello-Klavier ausgezeichnet, verbunden mit der Aufnahme in die 57. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler sowie einem Jahresstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben.

Im Januar 2014 erschien ihre gemeinsame Debüt-CD mit dem Titel "Free Fall" beim Label Genuin. Diese CD beinhaltet u.a. Cello-Sonaten von Mendelssohn und Shostakovich und eigene Jazz-Kompositionen von Wassily Gerassimez. Die Aufnahme nimmt Bezug auf vorherige Konzerte der beiden Künstler, die von der Zeitung als mitreißendes, homogenes, nahezu intuitives Zusammenspiel zweier Künstler beschrieben wurde. Beide Künstler machten wiederholt Rundfunkaufnahmen für den WDR, SWR, BR, HR2 und den NDR.

Wassily Gerassimez erhielt seinen ersten Unterricht bei Mechthild van der Linde in Dortmund und schließlich 2002 bei Prof. Gotthard Popp an der Musikhochschule Düsseldorf als Jungstudent. 2006 wechselte er an die Musikhochschule Frankfurt, zu Prof. Michael Sanderling. Seit 2008 wird er von Prof. Peter Bruns an der HMT in Leipzig unterrichtet. Der junge Musiker gewann zahlreiche nationale und internationale Preise: 2002 erhielt er den 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb für Violoncello in Liezen (Österreich) und 2005 den 1. Preis beim Internationalen Dotzauer Wettbewerb für Violoncello in Dresden. Beim Wettbewerb "Jugend musiziert" wurden ihm bisher 15 Erste Preise in den Kategorien Kammermusik, Duo und Solo verliehen. So gewann er 2004 und 2010 in der Wertung für Violoncello solo auf Bundesebene den 1. Preis mit Höchstpunktzahl und Sonderpreisen.

Er spielte als Solist bei den Schwetzinger Festspielen mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und trat ebenfalls mit der Neubrandenburger Philharmonie, sowie dem Konzerthausorchester Berlin auf. Er konzertierte auch in Monaco und Österreich und trat bei dem Musikfestival „The Next Generation III“ auf, beim Schleswig Holstein Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie beim Zermatt Festival. Seit seiner Jugend ist der vielseitige Künstler auch sehr erfolgreich als Komponist tätig und hat mittlerweile zahlreiche Kompositionen für verschiedene instrumentale Besetzungen geschrieben. Zwei seiner Kompostitionen wurden bereits auf CD veröffentlich und werden regelmäßig im Radio gespielt. Dabei reicht sein Kompositionsstil von der Klassik bis zum Jazz. Als mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds stellt ihm die Deutsche Stiftung Musikleben seit 2003 leihweise ein Instrument zur Verfügung, derzeit spielt er ein Violoncello von Georges Chanot, Paris um 1840, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland.

Der Pianist Nicolai Gerassimez hat sich als Solist und im Bereich der Kammermusik als einer der führenden Pianisten seiner Generation etabliert. Große Aufmerksamkeit erhielt er, als er sowohl 2010 als auch 2012 den 1. Preis beim Deutschen Musikwettbewerb gewann. Im Jahr 2017 gründete er sein eigenes Kammermusikfestival.

Nicolai Gerassimez kann trotz seines jungen Alters bereits auf viele musikalische Erfolge und Höhepunkte zurück blicken. 2014 wurde er beim Internationalen Enescu Cellowettbewerb als bester Klavierpartner ausgezeichnet. 2009 wurde er Preisträger beim Internationalen Kammermusikwettbewerb "Premio Vittorio Gui" in Italien. Beim internationalen Hugo-Distler-Kammermusikwettbewerb erspielte er sich 2007 den 1. Preis. 2004 wurde er mit dem Kulturpreis “Essens Beste” ausgezeichnet und gab im darauf folgenden Jahr sechs Klavierabende in der Konzertreihe “The Best of NRW”. Außerdem gewann er den Ferdinand-Trimborn Wettbewerb NRW. 2000 war er einziger deutscher Preisträger beim InternationalenWettbewerb für junge Pianisten in Ettlingen. Im selben Jahr erhielt er den 1. Preis und den Publikumspreis beim Steinway-Klavierwettbewerb in Hamburg. Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gewann er mehrfach den 1. Preis mit Höchstpunktzahl, woraufhin er mit dem Diethard Wucher-Preis und einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet wurde. 1998 und 1999 wurde ihm beim Jugendwettbewerb des Deutschen Tonkünstler-Verbandes in Baden-Württemberg der Mozartpreis verliehen. Bereits 1998 wurde er mit dem Förderpreis der Trude Fischer-Stiftung für junge Pianisten ausgezeichnet.

Solokonzerte und Recitals führten ihn in die renommiertesten Musikzentren Europas und den USA, so u.a. in den großen Saal der Berliner Philharmonie, in die Londoner Wigmore Hall, die Hamburger Laeiszhalle und das Berliner Konzerthaus sowie zu wichtigen internationalen Festivals, wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Davos Festival, den Musikfestspielen Potsdam, den Ludwigsburger Festspielen und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Er ist ebenso Solist anerkannter Orchester, wie z.B. dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, den Essener Philharmonikern, den Berliner Symphonikern und den Bochumer Symphonikern und arbeitet mit Dirigenten wie Kristjan Järvi und Stefan Soltesz zusammen.